Antituning auf dem Holzweg

Wenn man die Entwicklung der letzten Jahre im eBike-Markt beobachtet, so kann man eine klare Tendenz feststellen: Es werden immer mehr Gimmicks als Argumentation für immer höhere Preise verwendet. Der Kunde hat davon höchstens einen unverhältnismässigen Mehrwert. Ihm geht es doch um seinen Spaß und für Einige gehört zum Spaß Geschwindigkeit dazu. Mit den vorgesehenen Anti-Tuning-Massnahmen soll dieser Spaß seitens der Hersteller unterbunden werden.

Die Argumente der Industrie wirken auf uns sehr konstruiert, macht doch ein getuntes eBike nichts, was ein gut trainierter Fahrer nicht auch ohne Motor hinbekommt. Warum also wird hier so ein Fass aufgemacht? Nun, die Frage könnte sich leicht beantworten lassen, wenn man die offensichtlichen Konsequenzen und deren Profiteure betrachten würde. S-Pedelecs sind teuerer und zudem versichert.

Das der e-Markt für eine Neuregelung ansteht ist offensichtlich. Das hat nichts mit Tuning zu tun, sondern damit, dass es zu einem Massenmarkt geworden ist und in immer kürzeren Intervallen immer neue eMobile auf den Markt kommen, vom eTretroller über eSkateboard bis zu eRoller, um nur einige Beispiele zu nennen. Die schiere Anzahl alleine schafft einen möglichen Handlungsbedarf. Wir haben im vorherigen Eintrag beschrieben, wie man das für sportive eBikes regeln könnte. Andere Optionen scheinen nur den Wunsch der Industrie zu bedienen und nicht den des Kunden.